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Ein wirbelnder Schwarm kleiner Fische tummelt sich im kristallklaren Wasser vor Ibizas Küste – er profitiert vom Schutz der Posidonia-Seegraswiesen und eines intakten Meeresökosystems. Die Unterwassersicht rund um Ibiza und Formentera ist bekanntlich außergewöhnlich hoch – oft 30 Meter oder mehr – sodass Schnorchler und Taucher die lebendige Unterwasserwelt in allen Einzelheiten bestaunen können. Die Klarheit und das Türkisblau des Meeres hier werden bisweilen mit karibischen Gewässern verglichen – zu verdanken ist dies vor allem den ausgedehnten Wiesen des Neptungrases (Posidonia oceanica, benannt nach dem griechischen Meeresgott Poseidon), eines Seegrases, das das Wasser filtert und mit Sauerstoff anreichert. Diese uralten Seegraswiesen – die seit 1999 zum UNESCO-Welterbe gehören – verleihen dem Meer nicht nur seine strahlende Klarheit, sondern bieten auch unzähligen Fischen, Weichtieren und sogar scheuen Seepferdchen Schutz.
Einleitung: Mehr als Strandpartys – die Wunder der Unterwasserwelt
Ibiza und Formentera sind berühmt für ihre sonnenverwöhnten Strände, die lebhafte Sommeratmosphäre und ihr kristallklares Mittelmeerwasser. Das Mittelmeer rund um diese Inseln ist nicht nur für die ikonischen Küstenansichten bekannt, die Sie vom Boot aus genießen können – vielleicht während Sie auf einer „Bootparty Ibiza“ mitfeiern (einer Bootsparty im Ibiza-Stil, mit energiegeladener DJ-Untermalung) –, sondern auch für die zauberhafte Unterwasserwelt, die sich direkt unter den Wellen verbirgt. In diesem Reiseüberblick tauchen wir in die Unterwasserwelt vor den Stränden von Ibiza und Formentera ein und erkunden, welche Überraschungen dort auf Schwimmer, Schnorchler und Taucher warten. Von kaleidoskopisch bunten Fischen und uralten Seegraswiesen bis hin zu verborgenen Buchten und Unterwasserhöhlen – die Unterwasserwelt rund um diese Inseln ist ebenso faszinierend wie ihre berühmten Partys an Deck.
Kristallklares Wasser dank Seegraswiesen
Eines der ersten Dinge, die Ihnen auffallen werden, wenn Sie in die Gewässer vor Ibiza oder Formentera blicken, ist, wie klar und blau das Meer dort ist. Tatsächlich sind die Gewässer rund um diese Inseln oft so transparent und glitzernd, dass man sogar von der Oberfläche aus den sandigen Grund und umherhuschende Fische erkennen kann. Diese außergewöhnliche Klarheit ist kein Zufall – sie ist vor allem den ausgedehnten Seegraswiesen von Posidonia oceanica (Neptungras) zu verdanken. Posidonia – benannt nach dem griechischen Meeresgott Poseidon – ist eine blühende Meerespflanze (kein Seetang), die auf dem Meeresboden wächst. Die Wiesen um Ibiza und Formentera gehören zu den am besten erhaltenen ihrer Art im Mittelmeer und wurden deshalb 1999 zum UNESCO-Welterbe erklärt.
Ein uraltes Ökosystem, das das Meer am Leben hält
Diese Seegraswiesen fungieren als „Lunge des Mittelmeers“, indem sie Verunreinigungen aus dem Wasser filtern und es mit Sauerstoff anreichern. Das Ergebnis? Glasklares Meer in strahlendem Türkis. Zudem gehört Posidonia zu den ältesten lebenden Organismen der Welt – Wissenschaftler haben eine einzige zusammenhängende Wiese zwischen Ibiza und Formentera entdeckt, die sich über 15 Kilometer erstreckt und auf bis zu 100.000 Jahre geschätzt wird. Wenn Sie über diese sanft wogenden grünen Wiesen hinwegschwimmen, gleiten Sie über ein uraltes Naturwunder. Über die bloße Wasserqualität hinaus bieten die Seegraswiesen unzähligen Meereslebewesen einen Lebensraum. Kleine Fische und Jungfische verstecken sich zwischen den Seegrasblättern, Seepferdchen klammern sich an die Stängel, und viele Arten nutzen die Wiesen als Kinderstube und Futterplatz. Wenn Sie dieses Geheimnis hinter dem klaren Wasser Ibizas kennen, wird Ihr Schnorchelerlebnis noch eindrucksvoller – Sie werden Zeuge eines entscheidenden Ökosystems, das die Schönheit des Mittelmeers bewahrt.
Lebendige Unterwasserwelt in seichten Gewässern
Welche Unterwasserschönheiten erwarten Sie wohl in der Nähe der Strände von Ibiza und Formentera? Die Antwort: eine lebendige Vielfalt an Meereslebewesen. Obwohl das Mittelmeer kein tropisches Meer ist, beherbergt es eine beeindruckende Vielzahl bunter und ungewöhnlicher Kreaturen. Beim Schnorcheln in einer ruhigen Bucht oder beim Tauchen entlang eines Felsriffs könnten Ihnen sämtliche möglichen Tiere begegnen – von winzigen neonfarbenen Fischen bis hin zu größeren, silbrig glänzenden Räubern.
Fischschwärme und Riffbewohner
Farbenfrohe Fischschwärme: Sie werden zahlreiche Schwärme kleiner Fische sehen, die im Sonnenlicht schimmern. Zum Beispiel gleiten silbrig gestreifte Brassen (ähnlich den Grunzbarschen) oft in Gruppen um Felsbereiche und Seegraswiesen, während schillernde Riffbarsche und Lippfische leuchtend blaue, grüne und goldene Farbakzente setzen. An manchen Stellen haben Taucher beobachtet, wie riesige Schwärme von mehreren hundert Barrakudas anmutig über den Riffen kreisen – ein ehrfurchtgebietender Anblick (keine Sorge, diese Barrakudas sind für Menschen im Allgemeinen harmlos).
Meister der Tarnung und Leben am Meeresboden
Oktopusse und Sepien
In Felsspalten und -ritzen verbergen sich Oktopusse – Meister der Tarnung, die plötzlich direkt vor Ihnen auftauchen können. Ein Krake späht Sie vielleicht misstrauisch aus seinem Versteck an, wo er oft Muscheln und Steine zu einer kleinen Festung aufschichtet. Diese intelligenten Geschöpfe zu beobachten, während sie Farbe und Textur wechseln und mit Felsen oder Sand verschmelzen, ist faszinierend. Auf sandigen Stellen können Sie mit etwas Glück auch die eine oder andere Sepia entdecken, die mit ihren rockähnlichen Flossensäumen sanft flatternd knapp über dem Grund schwebt.
Seesterne und Seeigel
Auf dem Meeresboden und an Felsen festgesaugt werden Ihnen Seesterne in Farben wie Rot und Orange auffallen, und auch Seeigel mit ihren dunklen, stacheligen Körpern. Die Seeigel tragen zur Unterwasserkulisse bei, aber passen Sie auf, wohin Sie treten oder schwimmen – Sie wollen sich nicht an einem Seeigel stechen!
Ikonische Mittelmeerarten
Muränen und Zackenbarsche
Wenn Sie in eine Felsspalte schauen, könnten Ihnen die funkelnden Augen und scharfen Zähne einer Muräne entgegenblicken. Diese Aale lauern tagsüber im Riff, während Zackenbarsche mit gelassener Ruhe über das Riff patrouillieren – besonders in Schutzgebieten, in denen sich die Ökosysteme erholen.
Seepferdchen und Nacktschnecken
Zu den zauberhaftesten Funden zählen Seepferdchen, die sich an Posidonia-Halmen festklammern, sowie auffällig bunt gefärbte Nacktschnecken, die aufmerksames Beobachten belohnen.
Gelegentliche größere Besucher
Während kleinere Meeresbewohner in Ufernähe überwiegen, können glückliche Schnorchler und Bootsausflügler gelegentlich Rochen, Delfine, Meeresschildkröten oder sogar den skurrilen Mondfisch in tieferen Gewässern erspähen.
Kurz gesagt: Die Biodiversität hier ist ausgesprochen reichhaltig – von winzigem Plankton und Jungfischen bis hin zu gelegentlich vorbeiziehenden Hochseefischen wimmelt das Meer rund um Ibiza und Formentera nur so vor Leben. Bei jedem Schnorchelgang oder Tauchgang werden Sie höchstwahrscheinlich etwas Schönes und Unerwartetes entdecken, sei es ein altbekannter Freund wie eine gestreifte Brasse oder eine seltene Begegnung wie ein Seepferdchen.
Schnorcheln auf Ibiza: Top-Spots und was Sie dort sehen können
Entlang der Küste Ibizas finden sich zahlreiche geschützte Buchten („Calas“) und Strände, die sich ideal zum Schnorcheln eignen. Viele dieser Stellen haben auf beiden Seiten einer Sandbucht felsige Ausläufer – ein ideales Habitat für Fische und andere Meereslebewesen. Hier sind einige der besten Schnorchelspots auf Ibiza und die Unterwasser-Highlights, die sie bieten:
Cala Xarraca (Nordküste von Ibiza)
Diese ruhige Bucht im Norden, Cala Xarraca, ist bekannt für ihr türkisfarbenes Wasser und die felsige Umgebung. Sobald Sie eintauchen, entdecken Sie eine lebendige Unterwasserlandschaft. Der felsige Meeresboden beherbergt Schwärme von Salemas (Goldstriemen) und anderen Fischen sowie bunte Schwämme und Algen, die in der sanften Strömung wiegen. Dank der Mischung aus Sand und Fels ist das marine Leben hier reich und vielfältig – Sie können alles finden, von winzigen Schleimfischen, die sich in Felsspalten verstecken, bis zu einem Oktopus, der Schutz sucht. An ruhigen Tagen ist die Sicht in der Regel ausgezeichnet, was die Bucht zu einem Paradies für Schnorchler macht.
Cala d’en Serra
Ein weiteres Juwel im Norden: Diese kleine Bucht ist von hohen Klippen umgeben und wirkt unberührt. Das klare, ruhige Wasser der Cala d’en Serra, kombiniert mit einem Grund aus Sand- und Felsbereichen, bietet einen hervorragenden Lebensraum für Fische aller Formen und Farben. Schnorchler berichten, hier zahlreiche Pfauen-Lippfische (prächtig grün-blaue Fische), Streifenbrassen und manchmal neugierige junge Zackenbarsche gesehen zu haben. Die Szenerie – sowohl über als auch unter Wasser – ist atemberaubend, mit Klippen oben und fischreichen Seegraswiesen unten.
Cala Salada & Cala Saladeta
An der Westküste bei San Antonio bieten diese beiden benachbarten Buchten einige der klarsten Gewässer Ibizas. Der Meeresboden ist hier teils sandig, mit Abschnitten aus Fels und Posidonia-Wiesen. Beim Schnorcheln entlang der Ränder von Cala Salada oder der kleineren Cala Saladeta können Sie alles entdecken – von kleinen Pfauen-Lippfischen, Riffbarschen und Schleimfischen im seichten Wasser bis hin zu größeren Seesternen und Seegurken auf dem Sand. Das Sonnenlicht, das ins flache Wasser fällt, erzeugt ein wunderschönes Lichtspiel auf dem Meeresgrund und verstärkt das Erlebnis noch. Diese Strände sind zwar sehr beliebt, aber die Unterwasserwelt bleibt trotzdem vielfältig – schwimmen Sie einfach ein Stück weg von den Massen in Richtung der Felsen, und Sie werden jede Menge Fische finden.
Es Pou des Lleó
Diese reizvolle kleine Bucht an Ibizas Ostküste, Es Pou des Lleó, ist sowohl ein traditioneller Fischerplatz als auch ein großartiger Schnorchelspot. Das Wasser hier ist meist ruhig und glasklar, sodass Sie Fische und andere Meereslebewesen aus nächster Nähe beobachten können. Die Bucht besitzt eine felsige Küstenlinie mit Sandflächen; entlang der Felsen werden Sie wahrscheinlich auf Schwärme kleiner bunter Fische treffen, auf Krebse, die zwischen den Steinen umherhuschen, und vielleicht auf einen Oktopus, der sich in einer verlassenen Reuse oder einem Felsspalt versteckt. Dieser Ort ist zudem relativ ruhig und vermittelt ein Gefühl von Abgeschiedenheit, während Sie über der Unterwasserszenerie dahingleiten.
Insel Tagomago
Für Abenteuerlustige ist die Insel Tagomago vor der Nordostküste Ibizas ein echtes Highlight. Man erreicht sie nur per Boot (oft im Rahmen von Schnorchelausflügen), doch die Mühe wird mit einem unvergleichlichen Erlebnis belohnt. Das Wasser um Tagomago ist außergewöhnlich klar und tiefblau, mit zahlreichen Unterwasserhöhlen und Felsformationen. Schnorchler haben hier die Chance, auch exotischeres Meeresleben zu sehen – denken Sie an größere Oktopusse, verschiedene Krustentiere wie Hummer, und sogar gelegentlich einen Rochen, der vorbeigleitet. Weil die Insel weniger frequentiert ist, gedeiht das Meeresleben hier ungestört – Sie werden das Gefühl haben, in einen geheimen Garten unter dem Meer einzutauchen.
Egal für welche Bucht Sie sich entscheiden, Ibizas Schnorchelspots haben alle eine gewisse Magie gemeinsam: warmes, klares Wasser und ein gesundes Unterwasserökosystem. Denken Sie daran, die Meereslebewesen mit Respekt zu behandeln – schauen Sie, aber fassen Sie nichts an, denn das Berühren von Korallen oder sogar Posidonia kann ihnen schaden, und manche Lebewesen (wie bestimmte Korallen oder Quallen) können stechen. Mit einer einfachen Taucherbrille und einem Schnorchel können Sie stundenlang diese natürlichen Aquarien direkt vom Strand aus erkunden.
Formenteras Unterwasserwelt: Schnorcheln und seichte Tauchgänge
Ein Goldstriemen (Salema) gleitet durch eine seichte Bucht vor Formentera – eine der vielen Fischarten, denen Sie beim Schnorcheln nahe den Küsten der Insel begegnen können. Die Küsten Formenteras, insbesondere in den geschützten Gewässern des Meeresschutzgebiets Ses Salines, wimmeln vor Leben – von diesen Schwärmen an Brassen und Barschen bis hin zu scheuen Oktopussen und leuchtenden Nacktschnecken, die sich zwischen den Felsen verstecken. Die ruhigen, klaren Buchten Formenteras (wie Cala Saona oder Platja de Ses Illetes) bieten ideale Bedingungen, um Meereslebewesen direkt unter der Oberfläche zu beobachten. Selbst in knietiefem Wasser können Sie farbenfrohe Lippfische zwischen den Felsen hervorschießen sehen oder Seesterne auf dem Meeresboden finden – so wird jeder Schwimmzug zu einer Entdeckungsreise.
Die Insel Formentera wird oft als die ruhigere kleine Schwester Ibizas bezeichnet und ist ein wahrer Traum für Schnorchler.

Mit weniger Bebauung und umfangreichen Meeresschutzmaßnahmen sind Formenteras Gewässer außergewöhnlich klar und reich an Meeresleben. Viele Besucher kommen für Tagesausflüge von Ibiza herüber (nur eine kurze Fährfahrt entfernt), um diese Strände und Unterwasser-Sehenswürdigkeiten zu genießen. Die gesamte Nordküste Formenteras sowie die Meerenge, die sie von Ibiza trennt (Es Freus genannt), gehören zu einem Meeresschutzgebiet (Parc Natural de Ses Salines), das Meeresfauna und -flora strikt schützt. Dadurch sind die Fischbestände gesund und zahlreich – sehr erfreulich für alle, die sich für die Unterwasserwelt interessieren.
Wenn Sie auf Formentera schnorcheln möchten, hier sind einige Highlights:
Platja de Ses Illetes
Dies ist Formenteras berühmtester Strand, der oft zu den besten Europas zählt, und seine seichten, glasklaren Lagunen sind hervorragend zum entspannten Schnorcheln geeignet. Das Wasser schimmert in einer nahezu unwirklichen Türkisfärbung über dem weißen Sand. Während in Illetes größtenteils sandiger Grund vorherrscht, können Sie in der Nähe der wenigen Felsbereiche oder rund um die Markierungsbojen schwimmen, um Schwärme von Salemas (Goldstriemen), Zweibindenbrassen und anderen kleinen Fischen zu entdecken. Winzige Plattfische liegen manchmal gut getarnt auf dem Sand, und Seenadeln (Verwandte der Seepferdchen) verstecken sich in lichten Seegrasfeldern. Da sich dieser Strand innerhalb des geschützten Reservats befindet, wundern Sie sich nicht, wenn Sie hier mehr Fische sehen als an einem typischen überlaufenen Mittelmeerstrand – die Meeresbewohner stören sich nicht an den Schwimmern und kommen oft ganz nah heran.
Cala Saona
An Formenteras Westseite liegt Cala Saona, eine malerische Bucht, eingerahmt von rötlichen Klippen und klarem Wasser. Entlang der Ränder der Bucht gibt es Unterwasser-Felsformationen und kleine Höhlen, die man wunderbar erkunden kann (selbst vom Schnorcheln an der Oberfläche aus kann man in einige Höhleneingänge ein paar Meter tiefer hineinblicken). Hier können Ihnen Kuriositäten begegnen, wie etwa ein Tintenfisch-Schwarm, der in Formation vorbeizieht, oder Oktopusse, die sich in Felshöhlungen verkriechen. Das Spiel des Lichts in den seichten Höhlen und Überhängen erzeugt ein faszinierendes blau-grünes Leuchten. Cala Saonas Mischung aus Sand (im Zentrum) und Felsen (an den Rändern) bietet Lebensraum für eine Vielzahl von Arten – von blitzschnellen Schnepfenmessern im Sand bis zu jungen Zackenbarschen und Barrakudas nahe den Felsen. Es ist auch ein großartiger Ort für ein entspanntes Bad, umgeben von Meeresleben.
Es Pujols Reef
Nahe dem Ort Es Pujols an der Nordostküste erstreckt sich ein Riffabschnitt mit einigen felsigen Inselchen direkt vor der Küste. Man kann hinauswaten oder ein kurzes Stück schwimmen, um hier einen lebhaften Schnorchelpfad zu entdecken. Rechnen Sie mit großen Felsbrocken, die von orange- und gelbfarbenen Schwämmen überzogen sind, mit kleinen Höhlen, in denen sich vielleicht ein Hummer oder eine Muräne versteckt, und mit jeder Menge Riff-Fischen. Bekannt ist dieser Bereich auch für einige Unterwasser-Skulpturen oder Kunstinstallationen (platziert, um künstliche Riffe zu schaffen), die einen interessanten Akzent setzen – so schnorcheln Sie vielleicht über einen alten Anker oder ein absichtlich versenktes Objekt, das nun mit Algen bewachsen ist und von Schleimfischen bewohnt wird. Es ist, als würde man ein Unterwasser-Museum erkunden, das sich die Natur inzwischen zurückerobert hat.
Formenteras Unterwasserwelt ist nicht nur etwas für Schnorchler; sie ist auch ein Paradies für Taucher.

Wenn Sie ein zertifizierter Taucher sind (oder es werden möchten), hat Formentera einige wirklich unvergessliche Tauchspots zu bieten. Zum Beispiel ist „La Plataforma“ (auch „La Mariana“ genannt) ein berühmter Tauchplatz an einem künstlichen Riff, bei dem eine versenkte Plattformstruktur zur Heimat riesiger Fischschwärme geworden ist – darunter Barrakudas, Bernsteinmakrelen und große Zackenbarsche. Außerdem gibt es „El Arco“, einen Tauchspot, der nach einem natürlichen Felsbogen unter Wasser benannt ist, wo man durch Felsformationen hindurchtaucht und unzählige Meereslebewesen antrifft – Oktopusse, Petermännchen, Zackenbarsche und Nacktschnecken bevölkern diesen Bereich. Bei Punta Rasa können erfahrene Taucher ein System von Unterwasserhöhlen in nur ca. 12 Metern Tiefe erkunden und im Halbdunkel Corvinas (Umberfische), Muränen und Hummer entdecken. Selbst wenn Sie nicht tief tauchen, trägt allein das Wissen um diese Besonderheiten, die etwas weiter vor der Küste liegen, schon zur Wertschätzung von Formenteras Unterwasserwelt bei.
Schnorchler in der Nähe von Punta Rasa oder Cala Saona werden vielleicht bemerken, dass die Klippen über Wasser sich unter Wasser als faszinierende Höhleneingänge fortsetzen – ein Vorgeschmack auf das, was darunter liegt.
In ganz Formentera sind die Hauptattraktionen ruhiges, einladendes Wasser und intakte Ökosysteme. Das Fehlen großer Marinas und das geregelte Ankern (zum Schutz der Posidonia-Wiesen) sorgen dafür, dass die Unterwasserwelt unberührt bleibt. Ob Sie an der Oberfläche mit der Schnorchelmaske bleiben oder einen ersten „Schnuppertauchgang“ mit einer lokalen Tauchbasis wagen – Sie werden mit dem Anblick eines mediterranen Unterwasserparadieses belohnt.
Tipps für die Erkundung der Unterwasserwelt
Um Ihr Unterwasser-Abenteuer rund um Ibiza und Formentera voll auszukosten, beachten Sie die folgenden Reisetipps (unser Mini-Guide im Guide):
Schnorchelausrüstung mitnehmen
Eine Taucherbrille, ein Schnorchel und Flossen werden Ihr Erlebnis deutlich verbessern. An einigen Stränden gibt es Kioske oder nahegelegene Läden, die Ausrüstung verleihen, falls Sie keine eigene dabeihaben. Sogar eine einfache Schwimmbrille kann im seichten Wasser für den Anfang ausreichen.
Ruhiges Wetter = beste Sichtverhältnisse
Planen Sie Ihre Schnorchelausflüge für Tage mit ruhiger See und wenig Wind, da Wellen Sand aufwirbeln und die Sicht beeinträchtigen können. Der Vormittag ist oft eine gute Wahl, da das Meer dann ruhiger ist und weniger Menschen unterwegs sind. Das Mittelmeer erreicht hier im Sommer meist angenehme 25 °C und mehr, sodass Sie problemlos lange im Wasser bleiben können.
Das Meer schützen (und sich selbst)
Tragen Sie riffverträgliche, biologisch abbaubare Sonnencreme lange bevor Sie ins Wasser gehen auf, oder ziehen Sie zum UV-Schutz ein Rashguard/Surfshirt an. Normale Sonnenschutzmittel enthalten Chemikalien, die Meereslebewesen schädigen und die Wasserqualität mindern können. Vermeiden Sie es außerdem, auf dem Meeresboden zu stehen oder ihn zu berühren, wo Posidonia oder Korallen vorkommen – diese Lebensräume sind empfindlich. Und natürlich: Fassen Sie Meereslebewesen niemals an und stören Sie sie nicht; viele sind zerbrechlich oder können sich wehren, wenn sie gereizt werden.
Sicherheit geht vor
Es gibt zwar kaum gefährliche Kreaturen in diesen Gewässern, aber halten Sie von schwarzen, stacheligen Seeigeln ausreichend Abstand (ihre Stacheln können sehr schmerzhaft stechen). Wenn Sie eine Qualle sehen, fassen Sie sie lieber nicht an; einige besitzen leichte Nesselgifte. Normalerweise sind beliebte Badestellen sicher und frei von Gefahren, aber beachten Sie stets die lokalen Flaggen oder Warnhinweise zu den Bedingungen. Wenn Sie weiter von der Küste entfernt oder um felsige Landspitzen herum erkunden möchten, ziehen Sie die Verwendung einer Signalboje in Betracht oder gehen Sie mit einem Partner ins Wasser, um Ihre Sichtbarkeit und Sicherheit zu erhöhen.
Bootsausflüge
Um entlegenere Schnorchelspots zu erreichen (wie die Insel Tagomago oder versteckte Buchten Formenteras), können Sie an einem Bootsausflug teilnehmen. Neben dem Spaß einer Bootsfahrt (oft schon eine kleine Bootsparty für sich mit Musik und Getränken an Bord) bieten diese Touren auch Guides und Schnorchelausrüstung. Sie bringen Sie zu Orten, die von Land aus nur schwer zu erreichen sind – etwa zu einem Inselschutzgebiet oder spektakulären Meereshöhlen entlang der Küsten. Denken Sie nur daran: Wenn Sie auf einem Partyboot sind, verschieben Sie das ausgiebige Feiern lieber auf nach dem Schnorcheln – Alkohol und Schwimmen sind aus Sicherheitsgründen keine gute Kombination. Genießen Sie die Musik und die Aussicht vom Deck, behalten Sie aber einen klaren Kopf, bevor Sie ins Wasser springen!
Fazit: Tauchen Sie ein und entdecken Sie die Magie
Ibiza und Formentera mögen weltweit für ihre Beachclubs, Sunset-DJs und – ja – legendären Bootpartys (wie etwa eine Sunset Bootparty Ibiza) bekannt sein – doch direkt unter der Oberfläche dieses kristallklaren Wassers wartet eine ganze Wunderwelt darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Sobald Sie Ihren Kopf unter Wasser stecken, sehen Sie eine Seite der Pityusen (so werden Ibiza und Formentera zusammen genannt), die viele Partygänger nie zu Gesicht bekommen. Es ist ruhig, hypnotisch und voller Leben.
Stellen Sie sich vor, Sie treiben in einer ruhigen Bucht; das entfernte Wummern der Musik aus einer Strandbar wird von den sanften Klick- und Rauschgeräuschen der Unterwasserwelt abgelöst.
Ein neugieriger Fisch kommt heran, um Sie zu mustern, ein Oktopus gleitet zwischen Felsen hindurch, und Lichtstrahlen tanzen durch die Posidonia-Wälder unter Ihnen. Diese einfachen Naturschönheiten werden Sie auf Schritt und Tritt überraschen und begeistern.
Ob Sie ein erfahrener Taucher sind oder ein Gelegenheitsschnorchler (oder sogar nur ein neugieriger Schwimmer mit offenen Augen) – die Unterwasserwelt nahe den Stränden von Ibiza und Formentera ist ein unvergessliches Highlight. Machen Sie also auf Ihrer nächsten Reise einmal eine Pause vom Sonnenbaden an Deck und tauchen Sie ins Blaue ein – die wahre Magie von Ibiza und Formentera spielt sich ebenso unter den Wellen ab wie darüber. Viel Spaß beim Entdecken!

